Electronic Arts hat die vollständigen PC-Systemanforderungen für Battlefield 6 veröffentlicht – inklusive des neuen Ultra++-Profils. Wir fassen zusammen, welche Hardware ihr für den Shooter braucht, was es mit der TPM-2.0-Pflicht auf sich hat und welche Upscaling-Technologien euch am 10. Oktober 2025 erwarten.
So viel Hardware braucht Battlefield 6 wirklich
Battlefield 6 markiert die erhoffte Rückkehr der Shooter-Reihe zu alter Stärke. Nach zwei erfolgreichen Beta-Phasen im August 2025 hat EA kurz vor dem Release am 10. Oktober 2025 die finalen PC-Spezifikationen bekanntgegeben. Die gute Nachricht: Die Hardwareanforderungen fallen für einen AAA-Titel des Jahres 2025 überraschend moderat aus.
Minimum (1080p / 30 FPS / Niedrig)
- CPU: Intel Core i5-8400 / AMD Ryzen 5 2600
- RAM: 16 GB (Dual Channel, 2.133 MHz)
- GPU: Nvidia GeForce RTX 2060 / AMD Radeon RX 5600 XT / Intel Arc A380 (6 GB VRAM)
- Speicher: 55 GB HDD
- OS: Windows 10
Empfohlen (1440p / 60 FPS / Hoch)
- CPU: Intel Core i7-10700 / AMD Ryzen 7 3700X
- RAM: 16 GB (Dual Channel, 3.200 MHz)
- GPU: Nvidia GeForce RTX 3060 Ti / AMD Radeon RX 6700 XT / Intel Arc B580 (8 GB VRAM)
- Speicher: 90 GB SSD
- OS: Windows 11
Die empfohlenen Specs bieten EA zufolge wahlweise 1440p bei 60 FPS mit hohen Einstellungen oder 1080p bei 80+ FPS mit niedrigen Settings.
Ultra (4K / 60 FPS / Ultra)
- CPU: Intel Core i9-12900K / AMD Ryzen 7 7800X3D
- RAM: 32 GB (Dual Channel, 4.800 MHz)
- GPU: Nvidia GeForce RTX 4080 / AMD Radeon RX 7900 XTX (16 GB VRAM)
- Speicher: 90 GB SSD
- OS: Windows 11
Ultra++ (4K / 144 FPS mit DLSS / 240+ FPS mit Frame Generation)
- CPU: Intel Core Ultra 9 285K / AMD Ryzen 7 9800X3D
- RAM: 32 GB (Dual Channel, 4.800 MHz)
- GPU: Nvidia GeForce RTX 5080 (16 GB VRAM)
- Speicher: 90 GB SSD
- OS: Windows 11
Das Ultra++-Profil wurde von EA erst am 8. Oktober nachgereicht und richtet sich an Besitzer aktueller High-End-Hardware. Dieses Preset setzt auf DLSS Super Resolution für 4K bei 144 FPS und kann mithilfe von Multi Frame Generation sogar 240+ FPS bei 4K-Auflösung erreichen.
Vergleich mit Battlefield 2042: Nur leichter Anstieg
Im direkten Vergleich mit dem 2021 erschienenen Vorgänger fallen die Anforderungen nur geringfügig höher aus. Battlefield 2042 verlangte als Minimum noch eine GTX 1050 Ti – jetzt ist mindestens eine RTX 2060 nötig. Dafür setzt Battlefield 6 mit 55 bis 90 GB deutlich weniger Speicherplatz voraus als der Vorgänger mit seinen 100 GB. Auch eine SSD-Pflicht gibt es nicht: Zwar empfiehlt EA dringend eine SSD, für die Minimalanforderungen reicht aber weiterhin eine HDD.
Download und Preload: Bis zu 76 GB
Zum Preload ab dem 3. Oktober mussten Spieler mit einer Downloadgröße von bis zu 75,96 GB rechnen. Das Hauptspiel allein umfasst rund 48,88 GB; die restlichen Daten entfallen auf die HD-Pakete für Singleplayer und Multiplayer. Durch das bereits angekündigte Day-1-Update dürfte der finale Speicherbedarf etwas höher ausfallen.
TPM 2.0 und Secure Boot: Pflicht für alle Spieler
Einer der umstrittensten Aspekte der PC-Version ist die Pflicht, TPM 2.0 und Secure Boot im BIOS aktiviert zu haben. EA begründet diese Maßnahme mit dem hauseigenen Javelin Anti-Cheat-System, das auf Kernel-Ebene arbeitet und auf diese Sicherheitsfeatures angewiesen ist.
Ohne aktiviertes Secure Boot startet das Spiel schlicht nicht. Technical Director Christian Buhl von DICE räumte in einem Interview ein, dass diese Anforderung einige Spieler ausschließe, verteidigte sie aber als notwendiges Mittel gegen Cheater. Das Feature soll verhindern, dass unsignierte Software beim Systemstart geladen wird und bildet damit die Grundlage für eine vertrauenswürdige Umgebung, in der der Anti-Cheat effektiv arbeiten kann.
In der Community bleibt die Maßnahme dennoch kontrovers. Kritiker bemängeln die tiefe Systemintegration des Anti-Cheats und sehen Datenschutzbedenken. Spieler mit älteren Mainboards, die kein TPM 2.0 unterstützen, sind zudem komplett ausgeschlossen. Auch Dual-Boot-Nutzer mit Linux berichten von Problemen, da Secure Boot unsignierte Bootloader blockieren kann. Auf dem Steam Deck ist Battlefield 6 offiziell nicht unterstützt.
Battlefield 6 ist dabei nicht allein mit dieser Anforderung: Auch Call of Duty Black Ops 7 hat ähnliche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt, was auf einen breiteren Branchentrend hindeutet.
Alle Upscaling-Technologien zum Launch dabei
Erfreulich ist die breite Upscaling-Unterstützung: Battlefield 6 startet mit Nvidia DLSS 4 (inklusive Multi Frame Generation, Frame Generation, Super Resolution, DLAA und Reflex), AMD FSR 4 sowie Intel XeSS 2. Damit werden alle drei großen GPU-Hersteller zum Launch gleichberechtigt unterstützt – exklusive Partnerschaften gibt es nicht.
Die Upscaling-Technologien machen vor allem für Mittelklasse-Hardware einen großen Unterschied. Tests zeigen, dass beispielsweise eine Radeon RX 9070 XT mit FSR 4 im Performance-Modus bei 4K von rund 54 auf über 100 FPS springt. Mit zusätzlicher Frame Generation sind sogar über 170 FPS möglich. DLSS 4 liefert dabei im direkten Vergleich ein etwas schärferes und stabileres Bild als FSR 4, aber beide Technologien arbeiten auf hohem Niveau.
Für Besitzer älterer Nvidia-Karten (RTX 20/30), die kein DLSS Frame Generation unterstützen, gibt es die Option, DLSS-Upscaling mit FSR Frame Generation zu kombinieren – ein cleverer Kompromiss.
Die beste PC-Erfahrung der Franchise-Geschichte?
EA bewirbt die PC-Version als die umfangreichste in der Geschichte der Reihe. Die Feature-Liste kann sich sehen lassen:
- 4K-Auflösung mit unbegrenzter Framerate
- Ultrawide-Support für 21:9 und Super-Ultrawide 32:9
- HDR-Unterstützung
- Über 600 Anpassungsoptionen (HUD-Skalierung, Kameraeinstellungen, Controller-Konfiguration, Streamer-/Inkognito-Modus)
- Nativer Steam-Support
- Controller-Support für PS5- und Xbox-Gamepads auf dem PC
Benchmarks bestätigen gute Optimierung
Erste unabhängige Benchmark-Tests zeichnen ein positives Bild der PC-Performance. Bei 1080p mit hohen Settings erreichen selbst Mittelklasse-GPUs wie die RTX 5070 Ti oder RTX 4090 über 200 FPS. Bei nativem 4K mit dem höchsten Preset schafft die RTX 5090 beeindruckende 115 FPS.
Grafisch zeigt sich Battlefield 6 allerdings als zweischneidig: Die Zerstörungseffekte und Umgebungsdetails können spektakulär aussehen, insgesamt fehlt es dem Spiel aber an Raytracing-Unterstützung. EA hat bestätigt, dass Battlefield 6 ohne Raytracing erscheint und dieses Feature auch nachträglich nicht ergänzt wird. Die Frostbite-Engine setzt stattdessen auf konventionelle Rendering-Techniken mit DirectX 12 und priorisiert hohe Performance – eine nachvollziehbare Entscheidung für einen Multiplayer-fokussierten Titel.
Moderate Anforderungen mit einem Haken
Battlefield 6 erweist sich als erfreulich zugänglicher PC-Titel. Die Hardwareanforderungen sind fair gestaffelt, die Upscaling-Unterstützung ist vorbildlich und die Optimierung scheint auf einem hohen Niveau zu liegen. Der einzige Wermutstropfen bleibt die TPM-2.0- und Secure-Boot-Pflicht, die einen Teil der Spielerbasis ausschließt. Wer einen halbwegs aktuellen Gaming-PC besitzt und Windows 11 nutzt, sollte aber keinerlei Probleme haben.
