Assassin’s Creed Shadows: Finales Update 1.1.11 am 16. Juni 2026

Es ist das Ende einer Ära: Ubisoft hat bestätigt, dass Assassin's Creed Shadows am 16. Juni 2026 sein allerletztes großes Update erhält. Mit dem Title Update 1.1.11 zieht der französische Publisher rund 15 Monate nach dem Release einen Schlussstrich unter den Post-Launch-Support des Japan-Abenteuers – nur knapp einen Monat vor dem Start des nächsten Serienteils, Assassin's Creed Black Flag Resynced.

Patch 1.1.11 markiert den Abschied von AC Shadows

Verkündet wurde das finale Update über die offiziellen Social-Media-Kanäle der Reihe. Auf X teaserte das Team das Update am 9. Juni 2026 mit einem knappen Clip und den Worten „One. Last. Update. June 16.“ an – garniert mit einem Wellen- und einem Mond-Symbol. Konkrete Patchnotes hat Ubisoft bislang nicht veröffentlicht. Ob es sich bei 1.1.11 um einen umfangreichen Patch oder lediglich um kleinere Fehlerbehebungen handelt, ist daher noch offen.

Spannend ist allerdings ein Detail, das Shadows-Game-Director Simon Lemay-Comtois online fallen ließ: Das Update soll eine „schwarze Flut“ (Black Tide) nach Japan bringen. Diese Formulierung – kombiniert mit der maritimen Bildsprache des Teasers – hat in der Community eine klare Vermutung ausgelöst: Möglicherweise kommt mit dem letzten Patch ein Black-Flag-Crossover ins Spiel, um den Release des Piraten-Remakes vorzubereiten. Spekuliert wird über ein Edward-Kenway-Kostüm, Piraten-Waffen, kleinere Crossover-Quests und kosmetische Belohnungen. Bestätigt ist davon bislang allerdings nichts.

Das vorangegangene Update 1.1.10 hatte vor allem technische Neuerungen gebracht: Unterstützung für Sonys PSSR-2-Upscaling auf der PS5 Pro, die Freischaltung der Bo-Stab-Waffen für alle Spieler sowie Maus- und Tastatur-Support auf der Nintendo Switch 2.

Kürzerer Support als bei Valhalla

Auffällig ist, wie deutlich kürzer Shadows mit Inhalten versorgt wurde als sein Vorgänger. Assassin's Creed Valhalla erhielt über rund 25 Monate hinweg zahlreiche Seasons, Modi und Erweiterungen. Shadows kommt nach gut 15 Monaten bereits an sein Support-Ende. Ein Teil der Community sieht den Post-Launch-Plan deshalb kritisch.

Die Gründe liegen jedoch auf der Hand. Valhalla profitierte einst stark von den Pandemie-Jahren, und Ubisoft steckte damals nicht mitten in einem konzernweiten Umbau. Heute bündelt der Publisher seine Ressourcen sichtbar auf kommende Projekte – allen voran das Black-Flag-Remake. Ein zweiter DLC für Shadows war bereits im Vorfeld gestrichen worden.

Erfolgreicher Neustart für Ubisoft

Dabei war Shadows für Ubisoft enorm wichtig. Nach einer ganzen Reihe enttäuschender Titel erschien das Spiel im März 2025 und entwickelte sich zum Erfolg. Trotz teils hitziger Kontroversen in einigen Ecken des Internets kam der Titel auch bei der Kritik gut an: Auf der Aggregator-Seite OpenCritic steht ein Top-Critic-Durchschnitt von 81. Die RPG-Formel ist nicht jedermanns Sache, doch die Stimmung nach dem Launch war überwiegend positiv.

Zusätzlich zu den vielen Updates erhielt Shadows im September 2025 mit Claws of Awaji eine große Erweiterung, die die Geschichte von Naoe und Yasuke in einem komplett neuen Spielgebiet fortsetzte. Technisch gilt das Spiel inzwischen als durchoptimiert und läuft auf der PS5 Pro dank PSSR 2 visuell stark.

Der Blick nach vorn: Black Flag Resynced

Der wohl größte Grund für das Support-Ende heißt schlicht Assassin's Creed Black Flag Resynced. Das Remake des 2013er-Klassikers Assassin's Creed IV: Black Flag erscheint am 9. Juli 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC (Ubisoft Store, Steam, Epic Games Store) sowie über Ubisoft+. Entwickelt wird es federführend von Ubisoft Singapur auf der neuesten Version der Anvil-Engine – derselben Technik, die auch in Shadows zum Einsatz kam.

Anders als die jüngsten Reihen-Ableger bleibt Black Flag Resynced ein klassisches Action-Adventure statt eines RPGs und konzentriert sich vollständig auf den Singleplayer. Multiplayer oder die DLC-Inhalte des Originals (etwa Freedom Cry oder die Aveline-Missionen) sind nicht enthalten. Dafür gibt es überarbeitete Grafik mit Raytracing, ein auf Paraden ausgelegtes Kampfsystem, flüssigere Parkour-Bewegungen, verfeinerte Stealth-Mechaniken und tiefere Seeschlacht-Mechaniken sowie neue narrative Inhalte. Auch Komponist Woodkid kehrt für einen neu interpretierten Track zur Reihe zurück.

Diese Editionen stehen für den deutschen Markt bereit:

Edition Preis (UVP) Inhalt
Standard Edition 59,99 € Hauptspiel
Deluxe Edition (digital) 69,99 € Hauptspiel, Meisterassassine-Charakterpaket, Meisterassassine-Maritimpaket
Collector's Edition 199,99 € Alles aus der Deluxe Edition plus Edward-Figur, Metallbrosche, SteelBook, Stoff-Karte und weitere Sammlerstücke

Wer vorbestellt, erhält zusätzlich das „Blackbeards blutrotes Paket“ mit einem Kostüm für Edward Kenway, einem Schwert und einer Pistole.

Ist 1.1.11 wirklich das letzte Update?

Auch wenn Ubisoft 1.1.11 ausdrücklich als „one last update“ bezeichnet, gibt es historische Präzedenzfälle, die ein endgültiges Aus relativieren. Assassin's Creed Unity – inzwischen über elf Jahre alt – erhielt selbst in diesem Jahr noch kleinere Hotfixes. Und für die meisten Serienteile hat Ubisoft lange nach dem Release noch Steam-Erfolge nachgeliefert. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass bei Shadows irgendwann kleinere Patches folgen, sollten Probleme auftauchen. Garantiert ist das jedoch nicht.

So geht es mit Assassin's Creed weiter

Mit Black Flag Resynced steht der nächste Serien-Auftritt unmittelbar bevor – doch danach haben Fans weiterhin einiges zu erwarten. Auf der Spieleseite gilt Assassin's Creed Hexe als nächster regulärer Hauptableger nach dem Remake. Parallel dazu läuft aktuell der Dreh zur Netflix-Serienadaption der Marke. Für Shadows hingegen beginnt am 16. Juni 2026 das Kapitel als Legacy-Titel – ein würdiger Abschied für ein Spiel, das Ubisoft zur rechten Zeit zurück auf Kurs brachte.

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