ARC Raiders Hotfix: Infinite-Ammo-Glitch und Duplikations-Exploit gepatcht

Nur Stunden nach dem letzten Patch folgt der nächste – Embark Studios kämpft gegen eine wachsende Exploit-Flut im beliebten Extraction-Shooter.

Embark Studios kommt derzeit kaum zur Ruhe. Am 11. Februar 2026 veröffentlichte das schwedische Entwicklerstudio gleich zwei Hotfixes für ARC Raiders innerhalb weniger Stunden – ein klares Signal, dass die Exploit-Probleme im Hit-Shooter mittlerweile oberste Priorität haben. Im Zentrum des jüngsten Patches: ein verheerender Infinite-Ammo-Glitch, der Waffen mit absurd großen Magazinen ausstattete, sowie die Überreste des berüchtigten Duplikations-Exploits, der die Community tagelang in Atem hielt.

Zwei Hotfixes an einem Tag – Embark schaltet in den Krisenmodus

Die Patch Notes des neuesten Hotfixes fallen kurz, aber wirkungsvoll aus. Laut dem offiziellen ARC-Raiders-Account auf X und dem Discord-Server des Spiels umfasst der Fix folgende Punkte:

  • Behebung eines Duplikations-Glitches über den Inventar-Slot-Mechanismus
  • Behebung des Infinite-Ammo-Waffen-Glitches
  • Behebung fehlender Quests aus dem Headwinds-Update
  • Behebung teilweise unvollständiger Quests, die nach dem vorherigen Update aufgetaucht waren

Dass Embark gleich zwei Server-Side-Hotfixes innerhalb eines Tages veröffentlicht, ist ein deutlicher Bruch mit dem üblichen wöchentlichen Update-Rhythmus. Ein Client-Download war dabei nicht nötig – ein simpler Neustart des Spiels reichte aus, um die Fixes zu aktivieren.

Der Infinite-Ammo-Glitch – erschreckend einfach, verheerend in der Wirkung

Der Infinite-Ammo-Exploit tauchte nur wenige Stunden nach dem Duplikations-Patch auf und verbreitete sich rasend schnell über Social Media. Der Mechanismus dahinter war erschreckend simpel: Spieler mussten lediglich ihre Primär- und Sekundärwaffen im Inventar mehrfach schnell hin- und herwechseln und die Sekundärwaffe anschließend fallen lassen und wieder aufheben. Dadurch übernahm eine Waffe die Magazingröße einer anderen.

Die Konsequenzen waren dramatisch. Waffen wie die Ferro, ein Repetiergewehr mit normalerweise nur einer einzigen Kugel pro Magazin, feuerten plötzlich über 100 Schuss am Stück. Auch der Hullcracker, der üblicherweise nur fünf Patronen fasst, wurde zur Dauerfeuer-Maschine. Waffen wie die Anvil und der Venator – normalerweise mit sechs bzw. 22 Schuss begrenzt – erhielten plötzlich 102 Kugeln pro Magazin.

Zusätzlich entdeckte die Community einen eng verwandten Reparatur-Glitch, durch den beschädigte Waffen kostenlos vollständig repariert werden konnten. Da hochstufige Waffen in ARC Raiders bewusst teure Reparatur- und Munitionskosten haben, um das Balancing im PvP zu wahren, untergräbt dieser Exploit ein Kernelement des Spieldesigns.

TheBurntPeanut als unfreiwilliger Katalysator

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Infinite-Ammo-Glitch durch den populären Streamer TheBurntPeanut, der den Exploit während eines Livestreams vor über 138.000 Zuschauern allein auf YouTube demonstrierte. Schon beim vorherigen Duplikations-Glitch war es derselbe Creator, dessen Berichterstattung den Bug viral gehen ließ. Die Clips verbreiteten sich in Windeseile über Reddit, X und den offiziellen ARC-Raiders-Discord-Server.

Duplikations-Chaos seit dem Headwinds-Update

Die Exploit-Krise begann mit dem Headwinds-Update (Version 1.15.0) am 10. Februar, das eigentlich neue Inhalte wie das Shared-Watch-PvE-Event, die Rückkehr der Cold-Snap-Map-Condition und Level-40+-Matchmaking bringen sollte. Stattdessen entdeckten Spieler schnell einen Duplikations-Glitch, mit dem sich Items wie Trigger-Granaten, Ziplines und sogar Rubber Ducks endlos vervielfältigen ließen. Die Folge: Spieler spammten Hunderte von Granaten auf Karten, blockierten Routen und verkauften massenhaft duplizierte Items in Speranza für Millionen an Coins.

Embark reagierte mit einem ersten Hotfix am 10. Februar, der den Duplikations-Bug stopfen sollte. Doch nur Stunden später tauchte der Infinite-Ammo-Glitch auf – ein Muster, das bei der Community Frustration und Sorge auslöst.

Strafen für Exploit-Nutzer – eine kontroverse Ansage

In einer Stellungnahme auf dem Discord-Server erklärte Embark Studios: „These fixes have added to our ongoing investigation into the full impact of the issues and related exploits.“ Bereits nach dem Duplikations-Fix hatte das Studio angekündigt, dass Spieler, die den Glitch exzessiv ausgenutzt haben, mit Strafen rechnen müssen – bis hin zu Account-Suspendierungen und Item-Entzug.

Diese Ankündigung spaltet die Community. Ein Teil der Spielerschaft argumentiert, dass es unfair sei, Spieler für Fehler zu bestrafen, die das Entwicklerstudio selbst verursacht hat. Andere sehen darin einen notwendigen Schritt: Ohne Konsequenzen würde sich bei jedem neuen Exploit dieselbe Dynamik wiederholen, und immer mehr Spieler würden aktiv nach Schwachstellen suchen.

Berichten zufolge wurden bereits erste Banwellen ausgerollt. Einige Spieler berichteten, dass Exploit-Nutzer mitten im Raid „verbrannten“ – ein drastischer In-Game-Hinweis auf die Durchsetzung der Regeln.

Eine Reihe von Problemen seit Anfang 2026

Der Infinite-Ammo-Glitch ist bei weitem nicht das erste schwerwiegende Problem in ARC Raiders. Seit Anfang 2026 kämpft Embark Studios mit einer ganzen Palette an Exploits: Wallhacks, Waffen-Reparatur-Glitches, Out-of-Bounds-Exploits auf der Map Stella Montis und mehrere Duplikations-Bugs. Viele Spieler und bekannte Streamer, darunter der ehemalige FPS-Pro Tfue, haben ihre Frustration öffentlich geäußert. Tfue wurde selbst vorübergehend gebannt und innerhalb von 24 Stunden wieder entsperrt, was für zusätzliche Kontroversen sorgte.

Embark hat in den vergangenen Wochen bereits Maßnahmen wie die Sperrung von Steam Family Sharing für gebannte Accounts eingeführt, um Ausweichmanöver von Cheatern zu unterbinden. Dennoch bleibt der Ruf nach härteren Strafen und proaktiveren Anti-Cheat-Lösungen in der Community laut.

Shrouded Sky – das nächste große Update steht bevor

Trotz der aktuellen Exploit-Krise arbeitet Embark weiter an neuen Inhalten. Das nächste große Update heißt „Shrouded Sky“ und soll noch im Februar erscheinen – voraussichtlich in der letzten Februarwoche. Laut der offiziellen Escalation-Roadmap für Q1 2026 bringt es eine neue Map-Condition, eine neue ARC-Bedrohung, ein Map-Update, ein neues Raider Deck, ein neues Spieler-Projekt sowie die Öffnung des zweiten Expedition-Fensters ab dem 1. März.

Ob Embark bis dahin die verbleibenden Exploits vollständig in den Griff bekommt, bleibt abzuwarten. Die beiden schnellen Hotfixes am 11. Februar zeigen zumindest, dass das Studio die Dringlichkeit erkannt hat. Für ARC Raiders, das bei den Game Awards 2025 als bestes Multiplayer-Spiel ausgezeichnet wurde und sich millionenfach verkauft hat, steht viel auf dem Spiel.

Wie haben dir die Infos gefallen?

0 0

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.