Apple erhält Geldstrafe für fehlende iPhone-Ladegeräte

Apple erhält Geldstrafe für fehlende iPhone-Ladegeräte Titel

Es ist ein Trend, der sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt hat: der Verzicht auf ein Ladegerät beim Kauf eines neuen Smartphones. Auch Apple beteiligt sich daran, doch jetzt wird es teuer für das Unternehmen.

Ein brasilianisches Gericht hat entschieden, dass der US-Technologieriese in dem Land nicht einfach iPhones ohne Ladegerät verkaufen darf. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, muss Apple aus diesem Grund eine Strafe von über 100 Millionen Reais, umgerechnet über 19 Millionen Euro, zahlen. Apple wird logischerweise dagegen Berufung einlegen.

Die Geldstrafe folgt auf einen früheren Fall im September, gegen den Apple ebenfalls Berufung eingelegt hat. Damals hatte die brasilianische Justiz bereits ein Verkaufsverbot für iPhones ohne Ladegerät in der Verpackung vorgeschlagen. Dieser Schritt kommt dem Technologieunternehmen nun nicht gerade gelegen.

iPhone ohne Ladegerät ist kein neuer Trend

Der Trend, bestimmtes Zubehör aus der Verpackung eines neuen Smartphones wegzulassen, ist sicherlich nicht neu. Bereits seit dem iPhone 12 aus dem Jahr 2020 liefert Apple keine Ohrstöpsel und Ladegeräte mehr mit. Zusätzlich zu Ihrem neuen Telefon erhalten Sie nur ein Kabel, wenn Sie den Karton öffnen.

Apple selbst sagt, dass sie diese Entscheidung getroffen haben, um ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

Übrigens: Apple wird bald seine Ladegeräte austauschen müssen. Ab 2024 wird es in der EU Pflicht sein, ein USB-C-Ladegerät zu verwenden. Es ist noch nicht bekannt, ob das iPhone 15 dieses Ladegerät schon jetzt erhalten wird. Das wird viele iPhone-Nutzer freuen, denn dann können sie sich wieder einmal Ladekabel von Nicht-iPhone-Besitzern leihen, wenn sie ihres vergessen haben.

Extra Ladekabel der Umwelt zuliebe?

Das Gericht des Bundesstaates Sao Paulo entschied gegen Apple in einer Klage, die von der Vereinigung von Kreditnehmern, Verbrauchern und Steuerzahlern eingereicht worden war und in der argumentiert wurde, dass das Unternehmen missbräuchliche Praktiken anwendet, indem es sein Flaggschiffprodukt ohne Ladegerät verkauft.

Apple kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Zuvor hatte das Technologieunternehmen argumentiert, dass diese Praxis den Zweck habe, den Kohlenstoffausstoß zu verringern.

Es ist offensichtlich, dass der Beklagte unter dem Vorwand einer „grünen Initiative“ den Verbrauchern den Kauf von Ladeadaptern auferlegt, die zuvor zusammen mit dem Produkt geliefert wurden“, heißt es in der Entscheidung des Gerichts.

Fast ebenso dreist ist das Design für den Kopfhörer-Anschluss. iPhone-Besitzer mussten immer einen Adapter für AUX-Kabel dabei haben, wenn sie ihr Handy an gängige Musikanlagen anschließen wollten. Doch seitdem Apple AirPods auf den Markt gebracht hat, könnte man meinen, dass die Zeit der kabelgebundenen Kopfhörer sowieso der Vergangenheit angehört.

Wie haben dir die Infos gefallen?

0 0

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.