Respawn Entertainment hat die Map Storm Point nur knapp zwei Wochen nach ihrer Rückkehr in die Rotation wieder aus Apex Legends entfernt. Der Grund: schwerwiegende Abstürze, die das Spiel auf bestimmten Geräten nahezu unspielbar machten. Besonders betroffen sind offenbar PC-Spieler mit AMD-Grafikkarten – doch auch auf anderen Plattformen wurden Probleme gemeldet.
Split 2 von Season 28 startete mit frischer Map-Rotation
Mit dem Beginn von Split 2 der laufenden Season 28 „Breach“ hatte Respawn die Map-Rotation planmäßig aktualisiert. Broken Moon und E-District wurden durch Olympus und Storm Point ersetzt, während World's Edge durchgehend in der Rotation verblieb. Begleitend dazu brachte das Midseason-Update spürbare Buffs für Gibraltar, Wraith und Wattson, die in der neuen Ranked-Phase stärker aufgestellt sein sollten. Gibraltar erhielt unter anderem ein neues Passiv namens Momentum Boost, das ihm nach kurzem Sprinten einen Geschwindigkeitsschub verleiht, dazu eine kürzere Cooldown-Zeit für seine Schutzglocke und eine verstärkte Ultimate-Fähigkeit.
Crashes auf Storm Point zwingen Respawn zum Handeln
Das Problem zeigte sich schnell: Zahlreiche Spieler berichteten von Abstürzen, sobald Storm Point als aktive Map geladen wurde – teilweise noch bevor überhaupt ein Match gestartet werden konnte. In den EA-Foren häuften sich die Berichte, insbesondere von Nutzern mit AMD-GPUs wie der Radeon RX 570 oder vergleichbaren Modellen. Das Spiel fror ein oder stürzte ohne Fehlermeldung auf den Desktop ab. In einigen Fällen reichte es bereits aus, dass Storm Point lediglich als aktive Map in der Rotation stand, ohne dass der Spieler sie tatsächlich betreten wollte.
Am 3. April reagierte Respawn und entfernte Storm Point aus sämtlichen Spielmodi – sowohl aus öffentlichen Matches als auch aus der Ranked-Rotation. In einem offiziellen Statement auf Steam erklärte das Entwicklerteam:
We are temporarily removing Storm Point from map rotation on all modes and will be replacing it with E-District (daytime) while we continue to chase a permanent fix for a crash occurring on specific devices when Storm Point is active. We will provide more updates on this matter…
— ApexLiveComms (@ApexLiveComms) April 4, 2026
Einen konkreten Zeitplan für die Rückkehr der Map nannte Respawn nicht. Es bleibt also offen, ob Storm Point noch im Verlauf von Season 28 zurückkehren wird oder erst in einer kommenden Season wieder spielbar sein könnte.
E-District kehrt als Ersatz zurück – Community gespalten

Als Ersatz für Storm Point wurde E-District in der Tagesvariante zurück in die Rotation geholt. Das bedeutet, dass die aktuelle Map-Rotation für Split 2 nun aus World's Edge, Olympus und E-District (Daytime) besteht – und damit bis auf Olympus praktisch identisch mit der Rotation aus Split 1 ist.
Die Reaktionen in der Community fielen gemischt aus. Einige Spieler begrüßten die Entscheidung, da sie auf stabilere Matches hofften. Andere zeigten sich enttäuscht, dass die Map-Vielfalt für Split 2 nun deutlich geringer ausfällt als ursprünglich geplant. Storm Point und E-District bieten als große Maps zwar ähnliche Dimensionen, unterscheiden sich in ihrem Layout und den daraus resultierenden Gameplay-Szenarien aber erheblich. Vereinzelt fragten sich Fans auch, warum nicht Kings Canyon als Ersatz herangezogen wurde.
Aftershock-Event bringt Abwechslung mit Vortex Shield
Trotz der Map-Probleme sorgt das derzeit laufende Aftershock-Event für frischen Wind in Apex Legends. Das Event läuft vom 31. März bis zum 21. April und überarbeitet den Wildcard-Modus grundlegend. Kernstück ist der neue Vortex Shield: Alle Legenden können im Modus „Charged Up“ auf Broken Moon ein Energieschild aktivieren, das eingehende Kugeln auffängt und bei Deaktivierung auf die Gegner zurückfeuert. Ergänzt wird das System durch einen EMP-Blast, der Feinde betäubt und platzierbare Objekte zerstört.
Insgesamt neun neue Wild Cards wurden mit dem Aftershock-Event eingeführt, die den Vortex Shield und den EMP-Blast auf unterschiedliche Weise modifizieren. Darunter finden sich Optionen wie „Duck and Cover“, das den Schutzbereich des Schildes vergrößert, aber das Zurückfeuern deaktiviert, oder „Heat Signature“, das EMP-Batterieladung verbraucht, um Feinde durch Wände hindurch sichtbar zu machen. Fans von Titanfall 2 dürfte die Vortex-Shield-Mechanik bekannt vorkommen – sie war dort bereits ein fester Bestandteil des Gameplays.
Neben den Gameplay-Änderungen bringt das Event neue kosmetische Inhalte, darunter Legend-Skins für Wattson, Ash, Pathfinder, Horizon, Crypto und Gibraltar sowie den Apex Inferno Prestige Skin für Fuse inklusive exklusivem Finisher und Dive Trail. Auch die neue Elite-Waffe Hemlok Breach AR – eine vollautomatische Variante des Hemlok mit Schalldämpfer und Breach-Launcher – ist Teil des Updates.
Respawn hat ambitionierte Pläne für 2026
Trotz der aktuellen technischen Schwierigkeiten bleibt Apex Legends eines der meistgespielten Spiele auf Plattformen wie Steam. Respawn hat Anfang des Jahres eine detaillierte Roadmap für 2026 vorgestellt, die unter anderem zwei neue Legenden vorsieht: Eine Skirmisher-Legende in Season 29, die voraussichtlich Anfang Mai starten wird, sowie einen weiteren Charakter in Season 32. Darüber hinaus sind Legend-Reworks für die Seasons 30 und 31 geplant, ebenso wie ein großes Map-Update in der zweiten Jahreshälfte.
Auch im Bereich Anti-Cheat zeigt Respawn Präsenz: Allein in der ersten Hälfte von Season 28 wurden nach eigenen Angaben 73.591 Accounts gesperrt, davon 70.242 auf dem PC und 3.349 auf Konsolen. Zusätzlich wurden Maßnahmen gegen Hardware wie XIM- und Titan-Adapter sowie DMA-Cheats ergriffen.
Für Spieler bleibt zu hoffen, dass Respawn den Storm-Point-Bug zeitnah in den Griff bekommt und die Map noch innerhalb von Season 28 zurückkehrt. Bis dahin gilt es, das Beste aus der aktuellen Rotation und dem Aftershock-Event zu machen.
