Anchor: 150-Spieler-Unterwasser-Survival vereint Rust und Subnautica

Das kroatische Indie-Studio Fearem hat mit Anchor ein neues Survival-Game angekündigt, das die Härte von Rust mit der Unterwasser-Thematik von Subnautica kombiniert. Auf Servern mit über 150 Spielern kämpfen Gamer ums Überleben in einer post-apokalyptischen Ozeanwelt.

Persistent World mit Massenmultiplayer unter Wasser

Fearem positioniert sich seit seiner Gründung 2015 als technologieorientiertes Studio aus Zagreb, das vor allem Multiplayer-Technologien für externe Kunden entwickelt hat. Mit Anchor wagt das Team nun den Sprung zu einem ambitionierten eigenständigen Projekt. Das Besondere: Die persistenten Server laufen rund um die Uhr weiter, auch wenn Spieler offline sind. Während man schläft, bleibt die eigene Basis Bedrohungen durch die Umwelt und andere Spieler ausgesetzt.

Die technische Infrastruktur stammt aus Fearems eigener Entwicklung und nutzt die zehnjährige Erfahrung des Studios im Bereich großskaliger Multiplayer-Systeme. Jeder Server unterstützt mehr als 150 Spieler gleichzeitig, die sich in der 16 Quadratkilometer großen Spielwelt bewegen können. Damit ist die Map etwa 33 Prozent größer als die Welt des ersten Subnautica.

Nach der nuklearen Katastrophe: Genetisch modifizierte Menschheit

Die Hintergrundgeschichte von Anchor spielt nach einem nuklearen Holocaust, der die Menschheit zwang, Zuflucht in den Tiefen der Ozeane zu suchen. Die Spieler erwachen als Angehörige einer genetisch veränderten Rasse, die speziell für das Leben unter Wasser entwickelt wurde. Die titelgebende Region „The Anchor“ wurde eigens geschaffen, um diese neue aquatische Zivilisation zu erhalten.

In dieser Unterwasserwelt müssen Spieler Basen errichten, Ressourcen sammeln und sich gegen eine feindliche Umgebung sowie rivalisierende Überlebende verteidigen. Das Gameplay dreht sich um Exploration, Crafting und Base Building, wobei sowohl PvP- als auch PvE-Elemente eine zentrale Rolle spielen.

Vielfältige Biome und dynamisches Hai-System

Die Unterwasserwelt von Anchor soll durch diverse Biome bestechen. Zu den bestätigten Umgebungen gehören lebendige Korallenriffe, felsige Unterwasserlandschaften und arktische Zonen. Spieler können hier Materialien sammeln, Werkzeuge und Waffen craften sowie ihre Basen kontinuierlich ausbauen.

Ein besonderes Feature ist das angekündigte Raubtier-System mit Haien als Hauptattraktion. Die Haie in Anchor sollen nicht nur statische Gegner sein, sondern dynamisch jagen und fressen. Wie ihre realen Vorbilder werden sie von Blut angelockt, zeigen aber nicht durchgängig aggressives Verhalten. Das System soll dafür sorgen, dass sich die Ozeane unberechenbar und lebendig anfühlen.

Flexibilität für Solo-Spieler und Teamplayer

Obwohl Anchor primär für das Zusammenspiel mit über 150 Spielern pro Server konzipiert ist, bietet das Game auch einen Solo- oder kooperativen Mehrspielermodus. In diesem Sandbox-Modus entfällt die PvP-Bedrohung, während Ressourcenknappheit und Kämpfe gegen NPCs erhalten bleiben. Spieler können also selbst entscheiden, ob sie sich dem harten Konkurrenzkampf auf den vollen Servern stellen oder lieber in friedlicherer Umgebung die Unterwasserwelt erkunden möchten.

Neben anderen Spielern und Haien erwarten Gamer auch Klonüberreste einer alten Zivilisation sowie die Gefahren der Umgebung selbst. Von einstürzenden Strukturen über begrenzte Sicht bis hin zur ständigen Notwendigkeit, Sauerstoffvorräte zu managen – das Leben unter Wasser fordert permanente Aufmerksamkeit.

PC-Release ohne konkretes Datum

Anchor wurde bislang nur für PC angekündigt, die Steam-Seite des Spiels ist bereits online. Weder ein konkreter Release-Termin noch Preisinformationen wurden vom Studio bekannt gegeben. Mit seiner Kombination aus großskaligen Multiplayer-Features, persistenten Welten und realistischen Unterwasser-Mechaniken will Fearem eine frische Perspektive im Survival-Genre etablieren.

Ob die Mischung aus Rust-Härte und Subnautica-Atmosphäre in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen. Das technische Fundament mit der Custom-Networking-Technologie und die Erfahrung des Studios bei Multiplayer-Systemen bilden zumindest eine solide Basis für das ambitionierte Unterwasser-Projekt.

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