Wie versprochen hat AMD während der Fachmesse der Game Developer Conference weitere Informationen über FidelityFX Super Resolution 2.0 geteilt. FSR 2.0 ist ein völlig neuer Upscaler, was bedeutet, dass die Technologie in bestehenden FSR-Spielen neu implementiert werden muss. Laut Team Red soll das recht einfach sein, zudem werden wie mit FSR 1.0 auch Grafikkarten der Konkurrenz unterstützt.
Während die erste Version von FSR ein räumlicher Hochskalierer ist, verwendet FSR 2.0 ein zeitliches Hochskalieren. Basierend auf der Tiefe, Bewegungsvektoren und Farbpuffern werden die Bilder auf die gewünschte Auflösung skaliert, zusätzlich wird auch Anti-Aliasing angewendet. Dies ersetzt effektiv das zeitliche Anti-Aliasing durch FSR 2.0.
Der optionale Ultra Performance-Modus skaliert die Bilder um den Faktor 9 hoch, wobei die Bildqualität der Originalauflösung ähnlich sein soll.

Da FSR 2.0 keine Machine-Learning-Hardware benötigt, werden neben AMD-Karten auch GPUs von Nvidia unterstützt. Aufgrund der erhöhten Systemanforderungen wird für 1080p mindestens eine GTX 1070 empfohlen, Besitzer einer GTX 1060 scheinen also leider außen vor zu bleiben.
Der Overhead von FSR 2.0 Quality (links) und Performance Mode. Je nach Grafikkarte und Auflösung wird eine zusätzliche Verzögerung von bis zu 1,5 ms genannt.

Wie lange es dauert, den neuen Algorithmus zu implementieren, ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Nach eigenen Angaben soll es möglich sein, FSR 2.0 in weniger als drei Tagen in Spiele zu implementieren, die mit dlss 2.X umgehen können. Am anderen Ende des Spektrums befinden sich die Titel, die noch keine entkoppelte Anzeige-/Renderauflösung oder Bewegungsvektoren unterstützen und eine Implementierungszeit von etwa vier Wochen angeben.
Die ersten Spiele, die FSR 2.0 erhalten, sind Deathloop und Forspoken. Die Qualität der verschiedenen Einstellungen kann man anhand der untenstehenden Screenshots in Deathloop vergleichen, zusätzlich stellt AMD die unkomprimierten Fotos zum Download bereit (155 MB, Link).