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Spieletest: Line of Fire

Line of Fire

In ” Line of Fire” müsst ihr es als Bomberpilot allein mit dem Bösen aufnehmen. Ihr braucht jedoch keine Angst zu haben, denn euer Flugzeug ist schwer bewaffnet. Es stehen euch mehrere Waffen, unter anderem kleine Bomben und durchschlagskräftige Bordkannonen, zur Verfügung, Doch das Ganze findet nicht wie erwartet auf einem der bekannten Schlachtfelder der Vergangenheit statt, sondern ihr fliegt mit einem Strich-Flugzeug durch einen College-Block. Willkommen bei dem nächsten Doodle Game! Mit wenig Farben und Strichen hat der Entwickler “Chrispington” hier ein kleines Meisterwerk geschaffen, das ihr nicht so schnell vergessen werdet.

Grafik: Strich durch die Rechnung?

Es kommt einem Geniestreich nahe, was der Entwickler uns hier auf den Bildschirm zaubert. Trotz minimaler Mittel wirkt die gesamte Präsentation wie aus einem Guss. Das fängt bei den in Handschrift gestalteten Spielemenüs an und hört bei den Highscores auf. Der Entwickler hat den Doodle-Stil hier zur Perfektion geführt. Schon nach den ersten paar Spielminuten wird selbst dem größten Kunstbanausen klar, wie viel Arbeit in diesem kleinen Titel steckt. Es macht einfach Freude die Animationen zu beobachten und zu sehen, wie der Entwickler den Grafikstil im nächsten Abschnitt einsetzt. Die Liebe zum Detail, mit der hier gearbeitet wurde, ist heute nur noch selten zu finden. Wenn ihr mit eurem Flieger den Feinden hinterherjagt und dabei alles auf eurem Weg in Schutt und Asche verwandelt, dann werdet ihr verstehen, warum ich diesem Spiel nicht weniger als die Topwertung geben kann.

Grafik: 5/5

 

Strich für Strich!

 

 

Sound: Tanzende Strichmännchen

Auch in der Disziplin Sound erlaubt sich “Line of Fire” keine Schwächen. Am Anfang des Spiels werdet ihr von sanfter Rockmusik in Empfang genommen, welche jedoch nur als Anheizer gedacht war. Seid ihr erst mal im Spiel selber, so erwartet euch ein schneller Metalsong, der euren Puls in die Höhe schießen lässt. Es passt einfach wunderbar zum Setting des Spiels und so fühlte ich mich gleich an die Eröffnungszene von  TopGun mit Tom Cruise erinnert. Hier steuerte Kenny Loggins mit seinem Hit “Danger Zone” die Musik zur ersten Filmszene bei und genau so fühlt sich “Line of Fire” an.

Neben der genialen musikalischen Begleitung und den knackigen Sound-Effekten gibt es auch noch einen lustigen Sprecher im Spiel. Dieser gibt euch vor und während der Missionen in bestem Schwarzenegger-Englisch Befehle. So bleibt mir auch hier nichts anders übrig als die Topwertung zu vergeben.

Sound: 5/5

 

Steuerung: Mit Abstrichen

Auch bei der Steuerung muss man dem Entwickler “Chrispington” ein Lob ausstellen. Alle Spielaktionen lassen sich präzise und punktgenau ausführen und schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit geht einem die Steuerung in Fleisch und Blut über. Doch genau dort ist auch der Haken an der ganzen Sache: Es kann tatsächlich etwas dauern die Steuerung zu beherrschen, was für den einen oder anderen Spieler doch zum Hindernis werden kann. So steuert ihr euren Flieger mit den Pfeiltasten, während ihr mit “W-A-S-D” eure vier verschiedenen Waffen abfeuert. Als wäre dies alles noch nicht genug, so müsst ihr gleichzeitig auch noch mit der Space-Taste euren Afterburner zünden. Das Ganze klingt nicht nur nach viel Tasten, sondern spielt sich leider auch so. Somit müssen wir hier leider zwei Punkt wegstreichen.

Steuerung: 4/5

 


Umfang: Mindestens einen DIN-A3-Block voll!

Das Flugzeug kennt nur eine Richtung: Von links nach rechts. Es gibt keine großen Wälder oder Universen zu erforschen, was jedoch auch gar nicht die Intention dieses Spiels ist. Ihr sollt einfach nur euren Spaß haben und möglichst viele Punkte in möglichst kurzer Zeit sammeln. Genau das erreicht der Entwickler, in dem er euch ein faires Punktesystem präsentiert, mit dem ihr euch immer wieder mit neuen Highscores belohnen könnt. So lädt  “Line of Fire” immer mal wieder zu einer spaßigen Runde Striche-Zerstören ein. Reicht euch die Herausforderung doch einmal nicht, so könnt ihr optional auch den Schwierigkeitsgrad erhöhen.

Umfang: 4/5

 

Atmosphäre: Wie aus einem Strich

In “Line of Fire” ist alles perfekt auf die Welt der Striche abgestimmt. Schon beim Start des Spiels fühlt ihr euch wie auf der Schulbank. Die Welt von “Line of Fire” versprüht den schönsten Doodle-Charme, den ich bisher je erlebt habe. Jeder, der schon mal ein wenig gezeichnet hat, wird sofort die penible Arbeit des Entwicklers bewundern und nicht so schnell die Tastatur aus der Hand geben.  Für das Gesamtkonzept des Spiels kann ich nur die Topwertung vergeben – alles andere würde der akribischen Arbeit des Entwicklers nicht gerecht werden.

Atmosphäre: 5/5

 

Da brennt der Wald!


Spaßfaktor: Alles am richtigen Platz

In ” Line of Fire” könnt ihr lachen, spannende Gefechte erleben und ein tolles Spieldesign bewundern. Dieses Game ist für den kleinen Spielhunger zwischendurch gedacht und genau in dieser Disziplin erfüllt es seine Aufgabe perfekt. Ich hatte einen Riesenspaß mich in der Welt von “Line of Fire” auszutoben und werde sicherlich noch öfters wiederkommen. Jeder, der gerne eine Runde Spaß auf hohem Niveau möchte, sollte sich “Line of Fire” auf jeden Fall mal anschauen.

Spaßfaktor: 4/5

 

Fazit:

Für mich ist “Line of Fire” ganz klar ein kleines Juwel, welches sich nicht hinter den Großen der Industrie verstecken muss. Auch wenn es sich eigentlich nur um einen Flugzeug-Shooter handelt, so gelingt es dem Entwickler allein durch die Präsentation ein unvergessliches Spielerlebnis zu erschaffen. Von mir also eine ganz klare Spielempfehlung.

Viel Spaß beim Zocken.

Euer Tim

Klicke hier, um das Line of Fire zu spielen.


Getestet von Tim Saalmann